Viele Anwender streifen durch die Weiten des Internets und suchen das für sie passende Content Management System.
Welche Aufgaben soll eigentlich mein zukünftiges System bewältigen?
Es muss einfach zu bedienen und leicht zu gestalten sein und natürlich mein Vorhaben 1:1 umsetzen. Auf vielen Seiten, wo ein CMS angeboten wird lesen wir immer das gleiche. Einfache Installation, einfache Designanpassung durch Templates und erweiterbares Front- und Backend mit ganz vielen nützlichen Modulen. Und wenn wir uns dann einige Referenzen anschauen sind wir hin und weg und wollen gleich loslegen. Nach der Installation, wenn der eigene Webspace die Anforderung überhaupt erlaubt, wollen wir auch gleich die Boxen verschieben und mit den Farben spielen. Pustekuchen! Ich werde hier mal einige CMS auflisten und kurz was dazu schreiben. Sicher kann ich nicht alle auflisten, aber ich werde hier die auflisten, die mir auf irgendeine Art und Weise gefallen haben – und Opensource sind.
Was ist eigentlich heute noch Open-Source?
…auf jeden Fall nicht mehr, dass was es früher einmal war. Die meisten CMS sind mittlerweile so komplex, dass ein Webseitenbetreiber gar nicht mehr soviel selbst machen kann. Zwar kann man diese Systeme mit Modulen erweitern und sein eigenes Template bauen bzw. mit Templates erweitern, doch welcher Admin ist heutzutage gleich ein Webdesigner oder Developer. Microtransaction ist nicht nur in der Welt der Onlinespiele zu finden. Schauen wir auf Seiten wo es Module für einige CMS gibt. Für osCommerce gehen wir auf die Seite http://www.holbi-oscommerce.de/ und sehen was die Extras so kosten. Und wenn ihr nach Templates für osCommerce schaut, wird es euch nicht anders ergehen. Wenn wir osCommerce Mal von einer anderen Seite betrachten, dann ist es auch kein Wunder, dass ein Template soviel kostet. Es ist wirklich ziemlich aufwendig ein sauberes und komplexes Design da rein zu kriegen, ohne sich in die Hand zu beissen. Ich glaube wir haben verstanden was Opensource heute ist und wie es in Zukunft für jede Software aussehen wird.
1. Mangento (eCommerce Shopsystem – Opensource) http://www.magentocommerce.com/de/
Ein sehr komplexes Shopsystem mit vielen Extras und Templates. Support Englisch: es gibt zwar ein deutsches Forum, aber alles andere ist natürlich mit einen gepflegtem Englisch zu erreichen. Die Installation ist etwas für die Kategorie mindestens VServer. Alles darunter ist zu langsam oder lässt sich erst gar nicht richtig installieren, weil einige PHP-Extensions nicht zur Verfügung stehen. Zum Beispiel auf dem Webspace von Strato. Man kann zwar eine PHP.INI anlegen aber die Einstellungen sind auch nur auf das Nötigste zugelassen. Nach Anfrage schlagen sie mindestens einen Vserver vor.
2. osCommerce (eCommerce Shopsystem – Opensource) http://www.oscommerce.de/
Mein Spitzenreiter und Gewinner von allen Shopsystemen. Läuft auf allen heutigen Standard Webhostings. Installation sehr einfach und läuft ab PHP4 und MySQL 4. Sicher ist Mangento komplexer und einfacher mit Templates, doch finde ich bei osCommerce eine stärkere Community, die auch eigene kostenlose Module zur Verfügung stellt. Das mit dem Template ist da so eine Sache. Wer sich mit PHP/HTML/CSS richtig gut auskennt wird das selber machen können! Alle anderen müssen sich an mich wenden. Vielleicht mache ich mal zu diesem Thema ein Tutorial auf.
3. xt:Commerce (eCommerce Shopsystem – Opensource) http://www.xt-commerce.de
Hier gibt es 2 Versionen. Die Version 3 ist Opensource und die Version VEYTON 4 ist die Lizenzversion – die geht bei 180 Euro los und hört so bei 1000 Euro auf. Guter Support, deutsche Community, deutsche Dokumentation und einfaches Templatesystem. Läuft auf fast allen Webhostern und ist einfach in der Installation. Ist auch der am weitverbreiteste Onlineshop der Welt und entwickelt sich ständig weiter. Wie weit und lange nun die Version 3 noch unterstützt wird, weiß ich nicht.
4. Typo3 (CMS Framework – Opensource) http://www.typo3.net/
Ja, hier gibt es wohl nicht viel zusagen. Ist wohl eines der umfangreichsten Content Management Systeme, die es überhaupt gibt. Viele kostenlose Templates und Module, Multilingual im Font- und Backendbereich. Doch stellt Typo3 eine hohe Anforderung an die Server und ist mehr etwas für Fortgeschrittene Leute, die auch mit Typoscript umgehen können. Die redaktionelle Arbeit kann ohne HTML-Kenntnisse erledigt werden. Typo3 ist ein sehr komplexes und starkes CMS, was aber noch einige Bugs und Sicherheitslücken aufweist. Doch daran wird ständig gearbeitet und sollte auch nicht negativ in die Bewertung eingehen.
5. pragmaMX (CMS Framework – Opensource) http://www.pragmamx.org/
pragmaMX geht aus PHP-Nuke hervor. Wer kennt nicht die Forumssoftware aus vergangenen Zeiten. Daraus hat sich ein starkes und flexibles CMS entwickelt, was leicht zu installieren ist und auf fast jedem Webhost läuft. Ein leicht verständiges Templatesystem und ein Fülle an Erweiterungen lassen pragmaMX für jeden, der ein CMS sucht das Herz höher schlagen. Hier darf sich auch der probieren, der nicht so ein leichtes Händchen für Webdesign hat.
So, gut wir können hier bestimmt noch einige z.B. Drupal und co. nennen, doch dazu vielleicht ein anderes Mal, wenn ich sie getestet habe.
Wer noch etwas ergänzen oder mich berichtigen möchte, der soll kommentieren oder für immer schweigen!
LG